
Therapie:
Therapie als Unterstützung und Halt
Sie haben diese Website wahrscheinlich gefunden, weil es Ihnen oder Ihren Angehörigen derzeit nicht gut geht. Sie
- haben vielleicht selbst Schmerzen, Ängste, Depressionen, Zwänge, Essprobleme, Panikattacken, Phobien, kämpfen mit Nachwirkungen einer Psychose oder
- leiden übermäßig unter Belastungen durch die Arbeit, durch psychisch oder anderweitig erkrankte oder pflegebedürftige Angehörige, durch Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen oder
- haben Ihr "ganz eigenes Päckchen" zu tragen mit einer schweren, Vergangenheit, einem traumatischen Erleben, einem aktuellen Schicksalsschlag oder auch mit Ihrem Umfeld und sich selbst, so dass Sie stark beeinträchtigt sind.
Ich biete Ihnen mit meinem therapeutischen Angebot psychologische Unterstützung an, um diese Beeinträchtigungen und Leiden zu lindern oder zu heilen und damit sie (wieder) einen liebevollen Umgang mit sich selbst und eine gute Orientierung im Leben finden können. Dabei arbeiten wir gemeinsam in direktem Kontakt zusammen. Außerdem werde ich Ihnen kleine Arbeitspakete für zu Hause mitgeben, und wir evaluieren jeweils zusammen den aktuellen Stand. Gerne begleite ich Sie auch bei Expositionen und biete Ihnen ergänzend zur verhaltenstherapeutischen Akzeptanz- und Commitment-Therapie, für Sie passende Möglichkeiten des Lernens durch körperorientierte, erlebnispädagogische oder Entspannungsverfahren an. So können wir geeignete Veränderungen bewirken - je nach Bedarf an Ihrer Lebenssituation und deren Bewältigung, an Ihren Betrachtungen oder an Ihren Symptomen.
Auf Ihren Wunsch hin oder wenn es die Diagnose erfordert, arbeite ich eng mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin zusammen.
Ziele der Therapie
Ich verstehe es als meine Aufgabe, Sie dabei zu unterstützen,
- Ihr Leben Hier und Jetzt (wieder) angenehm zu gestalten und zu erleben,
- Ihre Gedanken und Gefühle liebevoll akzeptieren und verarbeiten zu können,
- wertebasiert zu engagiertem Handeln (zurück) zu finden,
- Ihr Ich zu erkennen, zu achten und zu schützen
- Ihr Leben so zu gestalten, dass es weniger Anlässe für Alarmsituationen gibt,
- dass Ihr Alarmsystem nicht ohne Gefahr anspringt,
- dass Sie Ihre Bewältigungsstrategien für Alarmsituationen positiv zu verändern lernen, und
- dass Sie Ihre Bewertungsschemata kognitiv umstrukturieren können.
Schwerpunkte meiner Arbeit:
- Anpassungs- und Belastungsstörungen (auch von Angehörigen psychisch kranker Menschen)
- Depressionen
- Schizophrenie und schizoaffektive Störungen
- psychosomatische Erkrankungen
- Ängste und Phobiench
Dabei arbeite ich weitestgehend diagnoseübergreifend. Denn gleiche Auslöser führen bei verschiedenen Menschen zu unterschiedlichen Symptomen, und gleiche Symptome haben oft unterschiedliche Ursachen. Das gilt sowohl für körperliche Beschwerden (z. B. Herzattacken, Rückenschmerzen, Verletzungen) als auch für seelische (z. B. für affektive Störungen wie Depressionen, für Angst- und Zwangsstörungen bis hin zu Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis).
Diagnosen geben oft nur einem bestimmten Zusammenspiel von Symptomen einen Namen, meist ohne Berücksichtigung der Ursachen. Sie sind meist ein multifaktorielles Geschehen und abhängig von der Person, ihrer genetischen Veranlagung und von anderen biologischen Faktoren, von ihrer sozialen Prägung und erlernten Bewertungsschemata bzw. Bewältigungsstrategien. Dabei hängen Psyche und Physis sehr eng zusammen und wirken immer miteinander und wechselseitig.
Methode
In akuten psychischen und psychotischen Krisen arbeite ich supportiv und im Open Dialogue.
Ansonsten beziehe ich mich vor allem auf die Erkenntnisse, Modelle und Materialien der Akzeptanz- und Commitment-Therapie. Sie gehört zur dritten Welle der Verhaltenstherapie und bindet Techniken anderer Therapieformen sowie Achtsamkeits- und Entspannungsverfahren ein.
Je nach Sinnhaftigkeit entleihe ich weitere therapeutische Ansätze, z. B. aus der systemischen Arbeit oder aus der Traumatherapie.
Immer kläre ich umfassend über die Symptome und Diagnosen, über Ursachen, Mechanismen und aktuellen Wissensstand zu Erkrankungen auf (Psychoedukation).
Setting
Normalerweise findet die Therapie in meinen Räumlichkeiten statt.
Außerdem biete ich Hausbesuche an, Videokonferenzen, begleitete Expositionen in vivo sowie Therapiesettings in der Natur, z. B. bei einem Waldspaziergang.
Gesundheitsbegriff
Psychische und physische Gesundheit ist nach meinem Verständnis nicht die immerwährende Abwesenheit von Symptomen. Denn ausgehend von einer solchen Definition wäre niemand gesund. Jeder Mensch hat Symptome, der eine wenige und leichte, der andere fortwährend viele starke, die einen hohen Leidensdruck erzeugen.
Symptome zeigen, wenn sie funktional sind, an, dass etwas nicht stimmt, sie sind das Alarmsystem des Menschen und erfüllen damit auch einen wichtigen Zweck. Die Therapie will daher nie zu andauernder Symptomfreiheit in allen Situationen führen können. Denn wenn Ihr Schutz- und Alarmsystem bei bestehenden Gefahren gar nicht mehr anspringen würde, wäre das fatal. Symptome jedoch, die dysfunktional sind und Sie dabei in Ihrem Alltag und im Berufsleben beeinträchtigen, sollten mindestens gelindert werden.